Nach der großen Weltformel suchen die Wissenschaftler seit vielen Jahren – es ist die eine Formel, mit der auf einmal alles zu berechnen ist.
Unser Mesner Hummel braucht nicht die ganze Welt zu erklären, ihm reicht es völlig, die Formel zur Berechnung des Heizungsdrucks zu kennen – in der kalten Jahreszeit vielleicht sogar wichtiger als die große Physik?
Wir können es uns bildlich vorstellen, was in den Rohren vorgeht: Es ist zu wenig Wasser da und darum reicht die Power nicht aus, um die Heizkraft auch in die höchsten Räume zu bringen. Wer das nicht weiß, kann an allen vorhandenen Reglern drehen so viel er will: Der Energieverbrauch steigt zwar, wärmer wird es nicht. Um herauszufinden was da zu tun ist, braucht man die magische Formel:
Statische Höhe der Heizanlage in Meter/10 + 0,3 bar = notwendiger Anlagendruck
Die statische Höhe ist der Höhenunterschied zwischen dem Heizkessel (im Keller) und der obersten Heizungsleitung.
Mit dieser Formel berechnet man den notwendigen Druck. Der Mindestdruck in einer Heizanlage beträgt überschlägig 1,2 bar, auch wenn über die Faustformel ein kleinerer Wert berechnet wird. Wie hoch der aktuelle Druck ist, verrät das Manometer. Ist der Druck tatsächlich zu niedrig, muss zusätzliches Wasser in den Heizkreislauf nachgefüllt werden. Und schon kommt die wohlige Wärme auch in entlegene Winkel.